Meine Fails als Foto- und Videografin. Ein selbstironischer Blick hinter die Kulissen 🎬

Jeder macht Fehler. Manche sind lehrreich, manche peinlich und manche im Nachhinein einfach nur wahnsinnig lustig. In meinem Arbeitsalltag als Foto- und Videografin sind mir schon einige Pannen passiert, an die ich mich vermutlich für immer erinnern werde. Und genau diese möchte ich heute mit dir teilen.

Hier kommen meine fünf größten Fails und die wichtigsten Lektionen, die ich daraus gelernt habe.

1. „Ups, da guckt was raus“

Wenn die Bluse plötzlich aufgeht

Was ist passiert?

Mitten im Shooting, voll konzentriert auf Bildausschnitt, Bewegungen und Emotionen, merkt man manchmal erst viel zu spät, dass das eigene Outfit nicht mehr ganz so sitzt, wie es sollte. Ein kleiner Spalt, etwas zu viel Haut und das Ganze ausgerechnet vor einem kompletten Schützenverein, der beim alljährlichen Schützenfest durchs Dorf marschiert. Peinlich? Definitiv. Lustig? Im Nachhinein absolut.

Was habe ich daraus gelernt?

Auch wenn man nicht selbst vor der Kamera steht, sollte das eigene Outfit vor jedem Shooting einmal auf Bewegung getestet werden. Gerade bei Drehs, bei denen man rennt, springt, in die Hocke geht oder sich ständig streckt, kann sich Kleidung schnell verselbstständigen.

Außerdem lohnt es sich, Hilfe anzunehmen. Wenn Assistenten oder Kollegen dabei sind, dürfen sie ruhig ein Auge auf solche Kleinigkeiten haben. Ein kurzer Hinweis kann viel retten.

2. „Oh nein, wo ist meine Speicherkarte?“

Der absolute Klassiker

Was ist passiert?

Du kommst am Shooting-Spot an, hast Kamera, Objektive und Stativ dabei und stellst dann fest, dass die Speicherkarte noch im Laptop zu Hause steckt. Dieser Moment, in dem einem kurz das Herz stehen bleibt, ist wohl jeder Fotografin und jedem Fotografen bekannt.

Was habe ich daraus gelernt?

Seitdem arbeite ich konsequent mit einer Packliste, die vor jedem Shooting Punkt für Punkt abgehakt wird. Speicherkarte, Akku, Ersatzakku und alles, was sonst noch nötig ist, steht dort schwarz auf weiß.

Zusätzlich habe ich immer mindestens ein bis zwei Ersatz-SD-Karten fest in meiner Kameratasche. Sicher ist sicher.

3. Akku leer

Danke, aber nein danke

Was ist passiert?

Das Licht ist perfekt, das Model ist in Topform und plötzlich blinkt das Akku-Symbol rot. Natürlich ohne Ersatzakku und ohne Ladegerät. In diesem Moment weiß man genau, das Shooting ist vorbei, bevor es richtig angefangen hat.

Was habe ich daraus gelernt?

Akkus werden bei mir grundsätzlich am Vorabend geladen und vor dem Einpacken noch einmal geprüft. Am besten im Doppelpack. Diese Routine spart Nerven und peinliche Erklärungen.

Eine kleine Powerbank kann im Notfall zumindest das Smartphone retten, falls man Kunden kontaktieren oder ein alternatives Backup-Foto machen muss.

4. Falscher Ort, falsche Zeit

Warum man immer zweimal nachfragen sollte

Was ist passiert?

Zum Glück war ich hier nur Gast, aber es hätte mir in jungen Jahren genauso gut beruflich passieren können. Ich war fest davon überzeugt, mich an einem bestimmten Bahnhof mit meiner Mitfahrgelegenheit zu treffen. Dummerweise stand ich an Bahnhof A, etwa 30 Minuten von der Kirche entfernt, während alle anderen an Bahnhof B warteten. Ergebnis: Ich habe die kirchliche Trauung verpasst, dafür war die Feier danach umso schöner.

Was habe ich daraus gelernt?

Absprachen sollten immer klar und schriftlich festgehalten werden, egal ob per Mail, WhatsApp oder Kalender-Eintrag. Ort, Uhrzeit und Treffpunkt gehören immer noch einmal zusammengefasst.

Hilfreich sind außerdem Google-Maps-Links oder Screenshots. So gibt es weniger Spielraum für Missverständnisse, besonders wenn mehrere Personen beteiligt sind.

Und ganz wichtig: Immer etwas Pufferzeit einplanen, selbst wenn alles eindeutig scheint.

5. „Wie ging diese Pose nochmal?“

Der Blackout-Moment

Was ist passiert?

Der Kopf ist voller Ideen, kreativer Posen und Bildkonzepte und dann ist plötzlich alles weg. Das Model steht wartend da und im eigenen Kopf herrscht gähnende Leere. Ein Moment, der sich länger anfühlt, als er tatsächlich ist.

Was habe ich daraus gelernt?

Ein kleiner Posing-Guide auf dem Handy oder eine Ideensammlung in Papierform ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern von Professionalität. Diese Hilfsmittel helfen, auch in stressigen Momenten schnell wieder reinzukommen.

Außerdem hilft Humor. Eine kurze Pause, ein Lachen über die Situation und ein lockerer Austausch mit dem Model bringen die Kreativität meist schneller zurück, als man denkt.

Fazit

Pannen gehören zum Profi-Dasein dazu

Jede dieser Situationen war im Moment unangenehm, im Nachhinein aber extrem lehrreich. Die wichtigste Erkenntnis ist für mich, locker zu bleiben und das Beste aus jeder Situation zu machen. Fehler passieren, entscheidend ist, wie man damit umgeht.

Gerade in den Momenten, in denen man improvisieren muss, entstehen oft die besten Bilder, Erinnerungen oder Geschichten.

Wenn du also kreativ arbeitest und dir mal etwas schiefgeht, atme tief durch, sammle dich kurz und mach weiter. Perfektion ist nicht das Ziel, Authentizität schon.

Hast du auch schon einmal eine witzige oder peinliche Panne bei einem Shooting erlebt? Schreib mir gerne davon, ich freue mich über jede Anekdote.

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Bye bye Fotografen und hallo K.I. Experten👀